Selbsthilfegruppen können Patienten mit rheumatischen Erkrankungen helfen

Warum eine Gruppe?

Die oben erwähnte Szene spielte sich in einer Selbsthilfe- und Aufklärungsgruppe für Menschen ab, bei denen kürzlich eine RA diagnostiziert wurde, und zwar am Hospital for Special Surgery (HSS) in New York. Die Gruppe wird von einer klinischen Sozialarbeiterin und einer rheumatologischen Krankenschwester gemeinsam geleitet und ist eine von vielen Varianten einer wirksamen, wenn auch nicht ausreichend genutzten Modalität. Die dynamischen, effizienten und kosteneffektiven Gruppen lassen sich an verschiedene Praxisumgebungen mit unterschiedlicher institutioneller Unterstützung, Infrastruktur und Verfügbarkeit von geschulten Gruppenleitern anpassen.

Evidenzbasierte Programme

Eine multidisziplinäre Arbeitsgruppe der European League Against Rheumatism (EULAR) hat 2016 evidenzbasierte Empfehlungen für die Einbeziehung der Patientenschulung als integralen Bestandteil der Standardversorgung von Menschen mit entzündlicher Arthritis ausgesprochen.1 Eine Vielzahl von Belegen belegt die Wirksamkeit spezifisch ausgerichteter Ansätze. Manualisierte Selbstmanagement-Programme, insbesondere die Programme des Stanford Patient Education Research Center für chronisch Kranke, die sowohl inhaltlich als auch prozessual konzipiert sind, haben nachweislich zu besseren Ergebnissen bei der Schmerzbewältigung und der Selbstwirksamkeit geführt.2 Kognitive Verhaltensgruppen haben nachweislich zu besseren Ergebnissen bei der Bewältigung von Müdigkeit geführt.3 Peer Counseling/Gesundheitserziehung bei Lupus und anderen rheumatischen Erkrankungen hat zu einer Verbesserung des psychischen Gesundheitszustands und der Müdigkeit geführt.4 Solche Gruppeninterventionen können mit ähnlichen Ergebnissen in unterversorgten, vielfältigen Gemeinschaften eingesetzt werden.5