Raten Sie mal! Das Ave Maria IST in der Bibel!

Einer der Aspekte des katholischen Glaubens, mit dem die Protestanten am meisten zu kämpfen haben, ist die Ehre, die die Katholiken der Muttergottes erweisen. Insbesondere das „Ave Maria“ scheint ein besonderer Streitpunkt zu sein. Einige Protestanten verweisen auf dieses Gebet und sagen: „Das ist der Beweis für die Marienverehrung der Katholiken. Es verwendet eine Sprache, die nur für Gott sein sollte. UND es steht auch nicht in der Bibel!“

Wie sich jedoch herausstellt, stammt das Ave Maria fast wortwörtlich aus dem Neuen Testament; und die meisten seiner Worte stammen direkt aus dem Mund von Engeln, Aposteln und rechtschaffenen Juden, nicht weniger!

Wenn Sie oder jemand, den Sie lieben, Schwierigkeiten hat zu verstehen, warum Katholiken dieses Gebet so beten, wie wir es tun, und so oft, wie wir es tun (mindestens dreiundfünfzig Mal am Tag, wenn Sie täglich eine Reihe von Rosenkranzgeheimnissen beten!), dann könnte die folgende Aufschlüsselung hilfreich sein. Sie erklärt, woher das Ave Maria kommt – und was jeder seiner Teile bedeutet – im Zusammenhang mit den Schriftstellen, die als Grundlage dienen.

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*Am Ende dieses Artikels befindet sich ein Bild mit den grundlegenden Informationen in Form einer Tabelle. Es ist perfekt, um es zu speichern und mit Familie und Freunden zu teilen!

Das Ave Maria in der Bibel:

Einführung

Zu Beginn ist hier der Text des Ave Maria Gebets:

Gegrüßt seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir. Gesegnet bist du unter den Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes, Jesus. Heilige Maria, Mutter Gottes, bete für uns Sünder, jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.

Das Ave Maria besteht aus zwei Teilen: einem Gruß und einer Bitte. Innerhalb jedes Abschnitts können wir den Text in zwei Teile untergliedern, so dass wir insgesamt vier Abschnitte des Gebets zum Nachdenken haben.

Teil 1

Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir.

Schriftzug: „Und er trat zu ihr und sprach: ‚Sei gegrüßt, du Begnadete! Der Herr ist mit dir.'“ (Lukas 1:28)

Erläuterung: Der Engel Gabriel grüßt Maria mit „Ave!“, einem Titel, der normalerweise für Könige reserviert ist. Dieser geschätzte Titel dient als Vorahnung auf Marias Rolle als Mutter des Himmelskönigs. Dann nennt Gabriel sie „die Begnadete“ (auch übersetzt mit „voll der Gnade“) und eine, bei der der Herr gegenwärtig ist. Dies bestätigt die besondere Gegenwart Gottes, sein Leben der Gnade und der Liebe, in Maria.

Wenn wir das Ave Maria beten, spiegelt unser Gruß den Gruß von Gottes eigenem Engel und die Realität ihrer Rolle in der Heilsgeschichte wider.

Die Verkündigung von John William Waterhouse (1914)

Teil 2

Gesegnet bist du unter den Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes, Jesus.

Schriftlicher Hinweis: „Elisabeth, erfüllt vom Heiligen Geist, rief mit lauter Stimme und sagte: ‚Gesegnet bist du unter den Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes.'“ (Lukas 1:42)

Erläuterung: Die Worte Elisabeths sind von Gott selbst inspiriert, der dritten Person der Allerheiligsten Dreifaltigkeit: dem Heiligen Geist. Daher können wir sagen, dass dieser Gruß der Bewunderung und des Segens Gott wohlgefällig ist und eine angemessene Art, Maria anzusprechen. Die Frucht von Marias Schoß ist ihr Kind, Jesus, auf das Elisabeth anspielt, indem sie sie im nächsten Vers „Mutter“ nennt.

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Teil 3

Heilige Maria, Mutter Gottes

Skriptischer Bezug: „Wie geht es mir, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?“ (Lukas 1,43)

Erläuterung: Dieser nächste geisterfüllte Ausruf von Elisabeth zeigt uns, dass Maria nicht nur die Mutter der menschlichen Natur Jesu ist, sondern von Jesus selbst, dem Sohn Gottes, der zweiten Person der Dreifaltigkeit. Sie ist die Mutter Gottes, weil sie die Mutter von Jesus ist, und Jesus ist Gott. Gott hat sich entschieden, ihr diese Ehre zu erweisen; er musste es nicht. Elisabeth und wir selbst können Maria daher mit Recht „heilig“ und „Mutter Gottes“ nennen.

Die Heimsuchung der Gottesmutter bei ihrer Cousine Elisabeth

Teil 4

Betet für uns Sünder, jetzt und in der Stunde unseres Todes.

Schriftlicher Hinweis: „Bekennt einander eure Sünden und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet. Das inbrünstige Gebet eines Gerechten ist sehr mächtig.“ (Jakobus 5:16)

Erläuterung: Es ist nicht zu leugnen, dass wir alle Sünder sind (Römer 5,8) und ständiges Gebet und Heilung brauchen, besonders wenn wir uns dem Tod und dem Endgericht nähern. Jakobus fordert seine Mitchristen auf, füreinander zu beten, da sie alle Glieder des mystischen Leibes Christi sind (1 Kor 12). Jakobus sagt weiter, dass die Gebete eines Gerechten große Macht haben. Und wer ist neben Jesus, dem Gottmenschen, der gerechteste Mensch, der auf der Erde gewandelt ist? Die Frau, die von Engeln und Menschen als „begünstigt“ und „gesegnet“ angesprochen wird. Die Frau, die den Sohn Gottes in ihrem Schoß trug. Wenn wir glauben, dass diejenigen im Himmel wirklich ewiges Leben haben, wer könnte dann besser für uns vor dem Thron Gottes beten als seine eigene heilige, gesegnete Mutter?