10 gefährliche Nebenwirkungen einer kohlenhydratarmen Diät

Wer abnehmen will, greift oft zu einer kohlenhydratarmen Ernährung. Das Institute of Medicine sagt, dass etwa 45 bis 65 % der täglichen Kalorien eines Menschen aus Kohlenhydraten stammen. Eine kohlenhydratarme Diät ist so konzipiert, dass sie im Körper einen Mangel an Kohlenhydraten hervorruft, um ihn dazu zu bringen, auf eine andere Brennstoffquelle umzustellen. Dies führt schließlich zu einer deutlichen Gewichtsabnahme und stabilisiert auch den Blutzucker. In der Anfangsphase der kohlenhydratarmen Diät kann es zu Nebenwirkungen kommen.

Bei einer kohlenhydratarmen Diät, auch Keto-Diät genannt, kommt es im Körper zu einem Prozess, der Ketose genannt wird. Dies geschieht, wenn sich im Blut Ketone bilden. Niedrige Kohlenhydratwerte im Körper führen zu einem Absinken des Blutzuckerspiegels. Dies wiederum führt zum Abbau von Fett, um Energie zu gewinnen. Es kann sein, dass Sie sich vergesslich fühlen, sich nur schwer konzentrieren können und unruhig schlafen. Sie können reizbar und jähzornig werden.

Eine kohlenhydratarme Ernährung gilt jedoch als vorteilhaft und sicher, allerdings nur, wenn sie kurzfristig durchgeführt wird. Langfristig können Ketose und Kohlenhydratmangel für den Körper gefährlich sein.

Lesen Sie unten, um die Nebenwirkungen der Ketose zu erfahren:

1. Erosion der Knochen

Eine der Hauptnebenwirkungen der Ketose ist die Erosion der Knochen. In der Ketose neigt man dazu, die Kalziumzufuhr zu reduzieren. Sie verzichten auf kohlenhydrathaltige Ballaststoffe. Ballaststoffe enthalten wichtige sekundäre Pflanzenstoffe wie Phytinsäure, Oxalate und Tannine, weshalb sich der Darm weigert, Kalzium aufzunehmen. Dies führt zu geschwächten Knochen, und Sie werden anfälliger für Knochenbrüche.
Auch zu lesen: Fett essen, um mit der ketogenen Diät Fett zu verlieren

2. Krämpfe in den Beinen

Um in die Ketose zu kommen, eliminieren Sie Quellen wichtiger Nährstoffe und Mineralien, die für das richtige Funktionieren der Muskeln erforderlich sind. Zu diesen Mineralien gehören unter anderem Kalium, Kalzium und Natrium. Der Verlust von Mineralien kann auch zu Herzrasen führen.

3. Müdigkeit

Die Insulinproduktion ist bei kohlenhydratarmer Ernährung sehr niedrig, was zu hypothyreotenähnlichen Symptomen wie Trägheit führt. Wenn sich Ihr Körper in einem Zustand der Ketose befindet, fühlen Sie sich extrem müde und erschöpft. Das liegt daran, dass der Körper hart arbeitet, um neben der Glukose auch andere Energiequellen zu nutzen. Auch die Trainingsroutine leidet, wenn man sich in Ketose befindet. Um die Lethargie und Müdigkeit zu bekämpfen, müssen Sie Ihre Wasser- und Salzzufuhr erhöhen.

4. Gestörter Menstruationszyklus

Mit einer kohlenhydratarmen Diät verlieren Sie eine Menge an Gewicht. Ihr Körper bleibt die meiste Zeit unter Stress, was Ihren Menstruationszyklus stören kann. In einigen extremen Fällen kann es auch zu einer Amenorrhoe kommen, die sich auf das vollständige Ausbleiben der Periode bezieht.

5. Nierensteine

Eine weitere Nebenwirkung der Ketose ist, dass sie den pH-Wert des Blutes senkt, wodurch das Blut sauer wird. Saures Blut führt dazu, dass Abfallprodukte im Blut in den Nieren auskristallisieren und Nierensteine bilden.

6. Mundgeruch

Wenn Sie sich in Ketose befinden, bekommen Sie Mundgeruch. Das liegt daran, dass beim Abbau von Fett bestimmte Chemikalien freigesetzt werden, die schlechten Atem verursachen.

Auch lesen: Wie die Keto-Diät dem Komiker Tanmay Bhat half, Unmengen an Gewicht zu verlieren

7. Verstopfung und Hunger

Sie werden verstopft, wenn sich Ihr Körper in der Ketose befindet, weil faserhaltige Lebensmittel wie Vollkornprodukte, Bohnen und Hülsenfrüchte alle Kohlenhydrate enthalten. Ballaststoffe sind der wichtigste Bestandteil, der für ein längeres Sättigungsgefühl und einen reibungslosen Stuhlgang sorgt. Wenn man sich in der Ketose befindet, lässt man ballaststoffreiche Lebensmittel aus, was zu Verstopfung und Hunger führt.

8. Dehydrierung

Der Zustand der Ketose führt zu einer übermäßigen Ansammlung von Ketonen im Körper. Überschüssige Ketone können gesundheitsschädlich sein und werden vom Körper über den Urin ausgeschieden. Überschüssiges Natrium im Körper wird ebenfalls über den Urin ausgeschieden, wenn sich der Körper in Ketose befindet. Übermäßiges Urinieren kann zu einer Dehydrierung des Körpers führen. Zu den Symptomen der Dehydrierung gehören Schwindel, Erschöpfung, trockener Mund, extremer Durst, dunkel gefärbter Urin, trockene Haut, Verwirrung und Kopfschmerzen.

9. Angstzustände und Kopfschmerzen

Nach ein paar Tagen der kohlenhydratarmen Diät werden Sie Kopfschmerzen bekommen, die sich aufteilen. Das liegt daran, dass Ihr Gehirn lieber mit Glukose arbeitet und die letzten Glukosespeicher verbrennt, bevor es zur Energiegewinnung auf Ketone umsteigt. Sie neigen dazu, sich ängstlich zu fühlen und haben Konzentrationsschwierigkeiten, da sich das Gehirn ständig auf die Nutzung einer alternativen Energiequelle konzentriert. Die Ernährungswissenschaftlerin Pooja Malhotra sagt: „Extrem kohlenhydratarme Diäten lösen Angstzustände und emotionalen Stress aus. Da Kohlenhydrate dem Körper helfen, Wohlfühlchemikalien wie Serotonin und Dopamin zu produzieren, können kohlenhydratarme Diäten zu depressiven Verstimmungen und verminderter Motivation führen“.

Lesen Sie auch: Keto-Diät zur Gewichtsabnahme: Wer kann mitmachen und warum? Unser Experte verrät es

10. Leichte Blutergüsse

Ketose kann die Zusammensetzung des Blutes verändern und die Anzahl der Blutplättchen senken. Sie kann auch die Funktion der Blutplättchen beeinträchtigen, was dazu führen kann, dass Sie leicht blaue Flecken bekommen.

Solange Sie die kohlenhydratarme Diät mit Vorsicht befolgen und auf Ihre Nährstoffzufuhr achten, ist es also sicher, sie kurzfristig zu befolgen.
Zusammenfassend kann man sagen, dass laut der Ernährungswissenschaftlerin Pooja Malhotra „ketogene Diäten Modediäten sind, eigentlich ist jede Diät, die einen ‚Namen‘ hat, eine Modediät. Sie sollten am besten vermieden werden und sind sicherlich nicht für eine langfristige Anwendung gedacht. Keto-Diäten sollten auf keinen Fall von Menschen mit Diabetes, Nierenerkrankungen, Leber- oder Bauchspeicheldrüsenerkrankungen, Schwangerschaft, stillenden Frauen und allen, die bereits an Schwangerschaftsdiabetes erkrankt sind, ausprobiert werden.“

(Pooja Malhotra ist eine klinische Ernährungsberaterin mit Sitz in Delhi)

Haftungsausschluss: Dieser Inhalt einschließlich der Ratschläge stellt nur allgemeine Informationen dar. Er ersetzt in keiner Weise eine qualifizierte medizinische Meinung. Wenden Sie sich für weitere Informationen immer an einen Facharzt oder Ihren eigenen Arzt. NDTV übernimmt keine Verantwortung für diese Informationen.